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Shinkendo (眞剣道)
Sportart: Kampfkunst, Schwertkampf
Japan
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Informationen, Regeln & Wettbewerbe
Shinkendo (眞剣道, „Weg des wahren Schwertes“) ist eine moderne japanische Kampfkunst, die 1990 von Toshishiro Obata gegründet wurde. Sie zielt darauf ab, die praktischen, effektiven Aspekte traditioneller Samurai-Schwertkunst (Kenjutsu) zu bewahren, ohne dabei den Fokus auf sportlichen Wettkampf zu legen. Shinkendo ist ein umfassendes System, das verschiedene Aspekte des Schwertkampfes integriert und eine Brücke zwischen alten Methoden (Jutsu) und moderner persönlicher Weiterentwicklung (Do) schlägt.

Was ist Shinkendo
Der Kern:
Shinkendo konzentriert sich auf realistische Techniken (Jitsu) und historische Korrektheit. Es ist eine "reale" Schwertkunst, bei der mit Holzschwertern (Bokuto) begonnen wird, aber alle Techniken so ausgeführt werden, als würde man ein scharfes Katana führen.

Kein Wettkampf:
Im Gegensatz zum modernen Kendo (das Bambusschwerter und Rüstung verwendet) gibt es im Shinkendo keine Turniere oder sportlichen Wettkämpfe. Der Fokus liegt auf der persönlichen Entwicklung, der richtigen Form und Effektivität.

Die fünf Säulen (Gorin Goho Gogyo)
Das Training basiert auf fünf Hauptkomponenten…

Suburi:
Grundlegende Schwertschwingübungen und Körperbewegung.

Battoho:
Techniken des Schwertziehens und des direkten Angriffs/Verteidigung.

Tanrengata:
Solo-Formen, die Bewegungsabläufe trainieren.

Tachiuchi:
Partnerübungen (festgelegte Kämpfe) zur Anwendung der Techniken.

Tameshigiri:
Schnitttests mit einem echten, scharfen Schwert (Shinken) an Tatami-Rollen.

Philosophie:
Es beinhaltet die Lehren des Kuyo Junikun (12 Regeln) und die 8 Wege des Hachido, die auf eine Ausgeglichenheit von Körper und Geist abzielen.

Was gilt bei Shinkendo zu beachten
Sicherheit steht an erster Stelle:
Da es sich um Schwertkampf handelt, ist die Einhaltung der Sicherheitsregeln im Dojo essenziell. Dazu gehört, niemals mit einem scharfen Schwert zu üben, bevor die Technik beherrscht wird.

Korrektes Dojo-Etikette (Reiho):
Respekt gegenüber dem Lehrer (Sensei), dem Partner und den Waffen ist fundamental. Traditionelles Grüßen (Rei) gehört zum Training.

Ausrüstung:
Anfänger benötigen üblicherweise einen Bokuto (Holzschwert) mit Tsuba (Stichblatt) sowie Keikogi (Jacke) und Hakama (traditionelle Hose).

Kein schnelles "Echtes" Schwert:
Der Umgang mit scharfen Schwertern (Shinken) erfolgt erst nach langem Training und hoher Meisterschaft. Anfänger nutzen Bokuto (Holz) oder Iaito (un-geschärfter Stahl).

Konzentration und Körperhaltung:
Shinkendo erfordert hohe Konzentration und korrekte Körperkoordination. Die Haltung wird intensiv trainiert, um Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Langfristige Übung:
Es ist ein "Weg" (Do), der Geduld erfordert. Shinkendo zielt darauf ab, die Fähigkeiten über Jahre hinweg zu verfeinern.

Verband:
Echtes Shinkendo ist in der International Shinkendo Federation (ISF) organisiert.


Shinkendo eignet sich für alle, die eine tiefgründige, traditionelle, aber praktisch anwendbare japanische Schwertkunst erlernen möchten.
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