Anstehende Sport Events des Kiai - Sport und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen
Zurzeit sind keine anstehenden Sport Events oder Turniere des Kiai - Sport und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen hinterlegt.
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Selbstverteidigung (allgemein)
Sportart:
Selbstverteidigung (- -)
Selbstverteidigungssport (wie Krav Maga, Ju-Jutsu, Wing Chun oder Judo) beinhaltet das Erlernen von Prävention, Deeskalation, intuitiven Reflexen und effektiven Techniken zur Gefahrenabwehr. Im Fokus stehen der Schutz der eigenen Unversehrtheit und die Stärkung des Selbstbewusstseins, nicht das Gewinnen nach sportlichen Regeln.
Das ist bei der Ausübung und im Ernstfall zu beachten
1. Training vs. RealitätKeine Regeln
Im Gegensatz zu Kampfsport (wie Boxen oder Ringen) gibt es auf der Straße keine Schiedsrichter, Gewichtsklassen oder verbotenen Techniken.
Instinkte statt Choreografie:
Komplizierte Bewegungsabläufe funktionieren unter Adrenalin selten. SV-Training setzt auf einfache, grobmotorische Reflexe, die unter Stress abrufbar sind.
Ziele des Angriffs:
SV-Techniken zielen auf empfindliche Körperstellen (z. B. Augen, Kehlkopf, Schienbein), um einen physisch überlegenen Gegner kampfunfähig zu machen und die Flucht zu ergreifen.
2. Psychologie und Taktik, Deeskalation und Prävention
Die beste Verteidigung ist die, die gar nicht erst stattfinden muss. Aufmerksamkeit, das Erkennen von Gefahren und das Meiden brennender Situationen sind elementare Bestandteile.
Körpersprache und Stimme:
Ein selbstbewusstes Auftreten und lautes, deutliches verbales Abgrenzen ("Stopp! Geh weg!") schrecken potenzielle Täter oft ab und signalisieren Umstehenden eine Notsituation.
3. Rechtliche Grenzen (Notwehr)Verhältnismäßigkeit
In Deutschland ist die Notwehr (geregelt in § 32 StGB) nur erlaubt, um einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff abzuwehren. Die Verteidigungshandlung muss angemessen sein.
Grenzen der Gewalt:
Sobald der Angreifer flieht oder bereits kampfunfähig am Boden liegt, darf die Verteidigung nicht fortgesetzt werden, da es sich sonst um Körperverletzung handelt.
4. Hilfsmittel und WaffenLegale Hilfsmittel
Der Einsatz von legalen Hilfsmitteln wie Taschenalarmen, Pfefferspray (nur zur Tierabwehr) oder einem Kubotan ist erlaubt, muss aber ebenfalls dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen.
Verbotene Waffen:
Informiere dich über das Waffengesetz, da das Mitführen vieler Gegenstände (wie Butterflymesser, Teleskopschlagstöcke oder bestimmte Messer) in der Öffentlichkeit illegal ist.
Umfassende Informationen, Kurse und rechtliche Hintergründe für den Ernstfall findest du unter anderem in den Richtlinien der Deutschen Polizeilichen Kriminalprävention. Ein spezialisiertes Training zur Stärkung der eigenen Sicherheit bietet zudem der Deutsche Ju-Jutsu-Verband.
https://www.djjv.de/selbstverteidigung/selbstverteidigung